 Islands erste Siedler Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wer als Erster auf Island war. Der Fund einiger römischer Münzen könnte ein Hinweis darauf sein, daß die Römer bereits um 300 n. Chr. auf der Insel waren. Andererseits könnten die Wikinger die Münzen bei einem ihrer Raubzüge erbeutet und auf Island verloren haben.
Die ersten beiden namentlich erwähnten Entdecker, die es unabhängig voneinander aufgrund eines Sturmes an die Küste von Island verschlug, waren der Norweger Naddoður und der Schwede Garðar Svavarsson. Sie lebten um 850 n. Chr. Naddoður landete an der Ostküste und nannte das Land Snæland, was soviel wie Schneeland bedeutet. Garðar legte zunächst an der Südküste an und ließ sich dann für einen Winter in Húsavík im Norden nieder. Er nannte das Land in skandinavischer Tradition Garðarshólmur.
Auch der Norweger Flóki Vilgerðarson hörte von dem neuen Land und machte sich um 860 mit Hof und Familie auf, um Richtung Nordwesten zu segeln. Er hatte Raben mit an Bord und als einer eines Tages nicht zurückkehrte, folgte er dem Raben und erreichte bald die Küste des neuen Landes. Er war der Erste, der die Insel Ísland (Eisland) nannte.
Der erste Dauersiedler war Ingólfur Arnarson, der an der Südküste auf einer vorgelagerten Insel landete, die heute noch seinen Namen trägt, nämlich Ingólfshöfði. Sein Bruder Leifur Hróðmarsson deckte sich in Irland mit Sklaven ein und kam ebenfalls nach Island, jedoch siedelte er weiter westlich in Hjörleifshöfði. 
 Die Gründung Reykjavíks Eines Tages hatten die Sklaven genug von ihrem Herrn, so daß sie ihn erschlugen und aus Angst vor der Rache Ingólfurs sicherheitshalber auf die vorgelagerten Inseln flohen. Ingólfur erfuhr von dem Mord an seinem Bruder, spürte die Iren auf den Inseln auf und nahm Rache für seinen Bruder. Weil die Iren damals auch als die ,,Westmänner'' bezeichnet wurden, heißen die Inseln seitdem Vestmannaeyjar, also Westmännerinseln.
Ingólfur Arnarson wollte sich anschließend eine neue Bleibe suchen und ließ Teile seines Schiffswracks aufs Meer hinaustreiben. Da, wo es irgendwann einmal an Land gespült werde, wollte er sich niederlassen. Er fand sein Boot schließlich in einer Bucht, die er wegen des dort aufsteigenden Dampfes von heißen Quellen Reykjavík nannte, was soviel wie ,,rauchende Bucht'' bedeutet, und baute sich dort ein Haus.
In den folgenden Jahren kamen immer mehr Siedler auf die Insel und gründeten 930 die erste Volksversammlung, das Alþing. Es traf sich jeden Sommer am Nordufer des Sees Þingvallavatn zur Beratung. Das Alþing ist das älteste parlamentarische System der Welt, das heute noch existiert.
Einige Siedler hielt es nicht lange auf der Insel, wie zum Beispiel Eiríkur Þorvaldsson, der auch Erik der Rote genannt wurde. Er segelte nach Westen und entdeckte 982 ein neues Land, das er Grænland taufte. Leifur Eiríksson, der Sohn von Eiríkur Rauði (Erik, der Rote), fuhr im Jahre 1000 weiter nach Westen und stieß auf grüne bewaldete Landschaften, denen er den Namen Vínland, auf deutsch Weinland, gab. Er war damit der erste Europäer, der Amerika entdeckt hatte. 
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