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 Bericht Der Weg zum Herðubreið führt über sandige Pisten durch das Naturschutzgebiet Krepputunga. Vereinzelt erblickt man sogar winzige Spuren von Leben in dieser Ödnis. Der Fluß Jökulá á Fjöllum schneidet die Gegend von Süd nach Nord und ist nur an ganz wenigen Stellen überbrückt. Das bedeutet meistens, große Umwege in Kauf nehmen zu müssen.
Das Gebiet um den Herðbreið selber ist eine kleine grüne Oase, die einige Kilometer vorher kaum zu vermuten war. Der Herðubreið ist ein Tafelvulkan und ist aufgrund seiner Höhe von 1682 m von weit her zu sehen. In der Gegend um die Hütte Herðubreiðarlindir kann man hervorrangend wandern. Dort findet sich auch der einstige Unterschlupf des Geächteten Eyvindur Jónsson.
Auf dem Weg zur Askja durchquert man den Vikursandur, eine staubige und leblose Sandwüste. Am Horizont erblickt man nicht selten einen gelb-graue Dunst, der von einem Sandsturm herrührt.
Die Askja ist ein riesige Caldera, also ein eingestürzter Vulkankrater. Vom Zeltplatz der Hütte Dreki aus kommt man über einen Fußweg zum Kratersee und zur VÃti auf etwa 1000 m Höhe. Streckenweise führte der Weg über Altschneefelder vom letzten Winter. Das Wetter spielte nicht besonders gut mit und schon nach kurzer Zeit verschwand der Weg im dichten Nebel. Der nächste gelbe Pfahl, der den Weg markierte war manchmal kaum zu finden. Zwischen den scharfkantigen Felsen pfiff der Wind hindurch und erzeugte gespenstige Laute.
Der blaß grün schimmernde See ist die VÃti (=Hölle). Die Wassertemperatur beträgt heute noch etwa 24°C. Aus der Caldera der Askja wandert man anschließend über ein noch relativ junges Lavafeld. Es entstand 1875 und sieht aus, als wäre es eben erst erstarrt. Der Boden unter den Füßen klingt zudem merkwürdig hohl.
Gleich hinter der Hütte schließt sich die Schlucht Drekagil an. Wer ein paar Schritte hineinwandert, wird mit ein paar skurilen Felsformationen und einem schönen Wasserfall belohnt.
Auf dem Weg weiter nach Süden lasse ich den Vikursandur hinter mir und entdecke, dass er doch nicht so leblos zu sein scheint. Arktische Weidenröschen wachsen am Wegesrand. Und ein Blick zurück läßt immer noch den mächtigen Herðubreið erkennen. 
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