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QuadratBericht

Hier folgt der Reisebericht unserer Wanderung über den wohl beliebtesten Fernwanderweg Islands, den Laugavegur. Der Text ist diesmal nicht von mir selbst geschrieben, sondern liebenswerterweise von meiner Begleiterin und Freundin Heike verfasst worden. Viel Spaß beim Lesen!

 

17. August 2006

Gemeinsam treffen wir die letzten Vorbereitungen für unsere Reise. Am allerwichtigsten ist es, meinen Rucksack noch einmal neu zu packen, irgendetwas mit dem Schwerpunkt habe ich falsch gemach. Habe noch einmal alles ausgepackt und jetzt passt es auch und ich kippe nicht gleich um, wenn ich den Rucksack aufsetze.

Auf geht es zum Bahnhof. Puh, wenn man den Rucksack eine Weile tragen muß, ist er ganz schön schwer. Am Flughafen angekommen hechten wir zum Check-in und mein Rucksack wird das erste Mal gewogen: 15,8 kg (ungefähr das was ich geschätzt hatte, aber auch schon mein Limit).

Wie sollte es anders sein, der Flug hat Verspätung, aber kurz vor 22:00 Uhr sind wir dann endlich auf der Startbahn. Ein wenig nervös bin ich schon, unser erster großer Urlaub zusammen, ein bißchen Flugangst und dann noch die Aufregung, ob auch alles so klappt, wie wir es uns vorstellen.

An Board werde ich schläfrig und tatsächlich schlafe ich nach dem Essen ein. Doch über den Faröer-Inseln bin ich wieder wach und es ist nicht mehr weit, da das Wetter ziemlich gut ist und wir dem Sonnenuntergang hinterher fliegen, erlebe ich Island bei meinem 1. Blick auf die Insel in einem wunderschönen Licht, ein traumhafter Sonnenuntergang. Wir fliegen nach Keflavík über Land und so kann ich Islands großen Gletscher, den Vatnajökull, aus der Luft bewundern.

Gegen 0:00 Uhr landen wir endlich in Reykjavik. Der Flug ist damit überstanden. Jetzt ist unsere größte Sorge, den Flybus zu erreichen, damit wir noch zum Zeltplatz kommen. Es dauert ein wenig, aber dann haben wir es endlich geschafft und nachdem wir gegen 1:00 Uhr auf dem Zeltplatz angekommen sind, dauert es noch bis 2:00 Uhr ehe wir endlich im Schlafsack liegen.




Beim Zelten in Reykjavik

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18. August 2006 – 1. Tag Reykjavik

Um ca. 9:00 Uhr schälen wir uns langsam aus den Schlafsäcken. Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht, machen wir und auf den Weg, Frühstück zu besorgen. Leider öffnet der Supermarkt erst um 11:00 Uhr, so daß wir noch etwas Zeit überbrücken müssen. Ein Kakao auf Zeltplatz hilft, schon mal etwas für den Magen. Dann tätigen wir unseren 1. Einkauf, erst einmal nur ein paar Dinge für den Tag. Für die Dinge, die wir auf der Tour brauchen, müssen wir uns später noch einen Einkaufszettel machen. Zurück auf dem Zeltplatz wird erst einmal ausgiebig gefrühstückt und dann geht es auf nach „Downtown“, die City besichtigen.

Wir schlendern quer durch die Innenstadt und machen einen Abstecher zur Touristeninformation. Dabei stelle ich fest, daß ich meine Landkarte wohl besser hier gekauft hätte, denn sie gibt es hier zum halben Preis.

Nachdem wir quer Beet durch die Stadt gewandert sind und das wirklich häßliche Rathaus „bewundert“ haben, suchen wir unseren Weg quer durch die kleinen Straßen der Stadt hinauf zur „Hallgrimskirkja“, einem Wahrzeichen der Stadt, hoch über der City, als würde diese Kirche eine Art Wächterfunktion übernehmen. Wir entschließen uns, auf den Turm zu fahren (ja, diese Kirche ist so neu, daß sie einen Fahrstuhl besitzt) und genießen einen tollen Rund-um-Blick über Reykjavik (leider habe ich das große Objektiv auf dem Zeltplatz vergessen, so daß meine Fotomöglichkeiten etwas eingeschränkt sind).

Anschließend besuchen wir für einen Imbiß das Café Paris (leckerer Kuchen und Kaffee). Nachdem wir uns hier gestärkt haben, gehen wir noch ein wenig bummeln und fahren dann zurück zum Zeltplatz, denn wir wollen noch das benachbarte Schwimmbad besuchen. Anschließend versuchen wir, uns ein Abendessen mit unseren Trekking-Mahlzeiten zuzubereiten und verbraten gleich die Bratkartoffeln so sehr, dass sie ungenießbar sind. Also doch Nudeln kochen, und so wird es 21:00 Uhr bis wir gegessen haben. Und da wir wohl noch ein wenig Probleme mit der Zeitverschiebung haben, gehen wir schon um 22:00 Uhr schlafen.




Die Orgel der Hallgrimskirkja

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19. August 2006 – 2. Tag Reykjavik

Heute heißt es etwas eher aufstehen, denn wir wollen um 9:30 Uhr mit dem Bus in die Stadt, um die letzten Besorgungen zu machen. Schließlich müssen wir noch unser Paket mit Vorräten packen und zum Busterminal bringen und auch die Sachen, die wir nicht mitnehmen wollen, dort einlagern. Durch einen Marathon in der Stadt herrscht hier einiges Chaos, aber schließlich, um kurz vor 14:00 Uhr, haben wir alle Wege erledigt. Jetzt haben wir nur ein Problem, wir müssen morgen früh um 8:00 Uhr am Busterminal sein, um nach Landmannalaugar zu fahren, und die Linienbusse fahren erst ab 10:00 Uhr. Das hieße dann ein Taxi nehmen. Na ja, wenn es denn sein muß.

Den Rest des Nachmittags wollen wir ins Museum. Ich habe mir das National Museum ausgesucht: Die Geschichte von Island. Viel schöne Exponate, sogar ein kleines Haus und ein Schiff.

Auf unserem Weg zum Zeltplatz stellen wir fest, daß die Busse durch den Marathon noch immer nicht pünktlich fahren, aber schließlich sind wir zurück. Ein paar Kleinigkeiten noch für das Abendessen gekauft und dann noch einmal ins Schwimmbad. Heute abend klappte alles mit der Kocherei; dafür ist das Packen unserer Rucksäcke doch schwieriger als wir dachten. Irgendwie paßt alles nicht so richtig. Wir entscheiden uns für die Notlösung und nutzen doch erst einmal den kleinen Faltrucksack, den wir zusätzlich dabei haben.

Heute geht es wieder zeitig zu Bett, weil wir schon um 6:30 Uhr aufstehen müssen. Glücklicherweise hat sich unser Problem mit dem Taxi gelöst: Es geht um 7:30 Uhr ein Shuttle-Bus zum Busterminal und das kostet nur 300 Kr pro Person; Glück gehabt.


Fortsetzung




Downtown in Reykjavik

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