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13.05.2007 | 18:55
Parlamentswahlen in Island
Äußerst knappe Mehrheit für regierende Mitte-Rechts Koalition. 220.000 Isländer wählten gestern ein neues Parlament.
Mit einer sehr knappen Mehrheit konnte sich die bislang regierende Mitte-Rechts Koalition bei den Parlamentswahlen am gestrigen Samstag in Island behaupten. Demnach erhielt die Unabhängigkeitspartei SSF von Ministerpräsident Geir Haarde 36,6% der Stimmen. 26,8% gingen an die sozialdemokratische Allianz, die damit einen Verlust gegenüber 2003 einfuhr. Die mitregierende Fortschrittspartei FSF verzeichnet eine noch schmerzhaftere Stimmeneinbuße und erhielt mit 11,7% sechs Prozentpunkte weniger, als bei der letzten Abstimmung. Die Links-Grüne Partei legte dagegen kräftig zu und erreichte 14,3%, welches ein Plus von 8,8 Prozentpunkten bedeutet.
Mit diesem Ergebnis erhielt die seit 16 Jahren im Amt befindliche Mitte-Rechts Koalition 32 von 64 Sitzen im Althing, welches das Minimum für eine Mehrheitsregierung bedeutet. Ob diese Koalition mit der FSF dennoch fortgesetzt wird, ist allerdings ungewiß. Ministerpräsident Haarde strebt nach eigenen Aussagen eine Fortsetzung an, Jon Sigurdson von der FSF jedoch sieht seine Rolle in der Opposition.
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